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02.06.2016

Ugandas Staatspräsident beim Business Day

„Ich bin nicht hier, um zu Mutter Teresa zu sprechen“, scherzte der ugandische Staatspräsident Yoweri Museveni beim German-African Business Day in Berlin und fügte ernsthaft hinzu: „Es geht um Profit und nicht um Hilfsleistungen!“. Das Staatsoberhaupt forderte die deutschen Unternehmer auf, sich stärker am Aufbau der Industrie in Uganda zu beteiligen. Insbesondere die Verarbeitung von Lebensmitteln biete seiner Ansicht nach großes Potenzial.

 

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller richtete den Blick in seiner Rede auf den gesamten Kontinent. Trotz aller Herausforderungen sei Afrika vor allem ein „Chancenkontinent und großer Wachstumsmarkt“. Mit den richtigen wirtschaftspolitischen Impulsen und klugen Investitionen könne Afrika „in den nächsten Jahren zum Kontinent mit der weltweit höchsten Dynamik beim Wirtschaftswachstum werden“, so Müller. Bei den Impulsen sei jedoch auch die deutsche Politik gefordert.

 

Der Vorsitzende des Afrika-Vereins, Dr. Stefan Liebing, ging noch einen Schritt weiter: „Die Bundesregierung muss ihr Engagement für den Aufbau und zur Stärkung der wirtschaftlichen Dynamik auf dem afrikanischen Kontinent verstärken“. Er appellierte, „keineswegs auf die traditionellen Instrumente zu setzen.“ Vielmehr müsse es darum gehen, Hürden zu beseitigen, die deutsche Unternehmen von einer verstärkten Aktivität in Afrika abhalten. Damit die Unternehmen gegen die internationale Konkurrenz bestehen können, müsse das Instrumentarium der deutschen Außenwirtschaftspolitik weiter ausgebaut werden.

 

Der Austausch zwischen Wirtschaft und Politik ist in den vergangenen Jahren intensiver geworden, so der allgemeine Tenor. Die Politik zeige zunehmend Verständnis für die Herausforderungen der deutschen Wirtschaft in Afrika und Anteil daran habe auch der German-African Business Day und das German-African Business Dinner, die „African Rhapsody“. Die wachsende Bedeutung der beiden Veranstaltungen wurde in diesem Jahr nicht zuletzt durch den Besuch des ugandischen Präsidenten unterstrichen, welcher der Einladung des Afrika-Vereins gefolgt war.