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Smart Energy für Afrika

Mit dem CrossPower-System will die Pfisterer Unternehmensgruppe die Energieversorgung dort sicherstellen, wo sonst das Licht ausgeht. Damit hat das Unternehmen, das erst seit vergangenem Jahr Mitglied im Afrika-Verein ist, weltweit großen Erfolg – auch aus Afrika kommen immer mehr Anfragen.

Aus dem Weltraum betrachtet ist Afrika bei Nacht duster. Der Kontinent beherbergt mit seinen 1,2 Milliarden Einwohnern rund 17 Prozent der Weltbevölkerung, erzeugt aber nur knapp fünf Prozent der globalen Elektrizität. Das ist ein Problem: Kaum etwas bremst das Wirtschaftswachstum mehr als der Mangel an Strom.
Die Pfisterer Unternehmensgruppe, ein weltweit tätiger Systemanbieter im Bereich Energieinfrastruktur, hat sich dieser Herausforderung angenommen und mit seinem CrossPower-System mobile und intelligente Kraftwerke entwickelt, die konventionelle und erneuerbare Energiequellen miteinander verknüpfen. „Damit wird eine mobil einsatzbare und stabile Stromversorgung in Gegenden möglich, in denen öfter mal das Licht ausgeht“, erklärt Martin Schuster, der als Senior Advisor des deutsch-schweizerischen Familienunternehmens für das Hybrid-Projekt verantwortlich ist.
Das 1921 gegründete Unternehmen stellt unter anderem Hochspannungskabelgarnituren für Stromnetze, Windkraftanlagen und Eisenbahn-Fahrleitungen her. Neben der Firmenzentrale im baden-württembergischen Winterbach betreibt die Unternehmensgruppe Produktionsstätten und Vertriebsniederlassungen in weltweit 18 Ländern, unter anderem in Südafrika. Mit seiner Produkt- und Dienstleistungsbandbreite setzen die 2700 Mitarbeiter des deutsch-schweizerischen Familienunternehmens jährlich rund 400 Millionen Euro um.

 

Martin Schuster, Senior Advisor bei Pfisterer.

 

ZUVERLÄSSIG UND NACHHALTIG

CrossPower erzeugt Strom dort, wo er gebraucht wird – in Flüchtlingscamps oder entlegenen Dörfern, an abgelegenen Baustellen, Industrieanlagen und Forschungsstationen. Überall wo Elektrizität sonst ausschließlich mithilfe von Dieselgeneratoren erzeugt wird, sich der Bau einer Leitung nicht lohnt oder die bestehenden Netze nicht zuverlässig funktionieren, sei CrossPower eine nachhaltige Alternative, so Schuster.
Das System bildet isolierte Energienetze, sogenannte Microgrids, in denen Photovoltaik- und Windkraftanlagen mit konventionellen Dieselgeneratoren kombiniert werden. Diese hybride Energieerzeugung in Verbindung mit einem intelligenten Management gewährleistet eine stabile und sichere Energieversorgung. Moderne Lithium-Ionen-Akkus speichern die Solar- und Windenergie. Das intelligente Steuerungssystem greift selbstständig und je nach Verfügbarkeit immer zuerst auf die regenerativ erzeugten Energien zu.

MINDESTENS 50 PROZENT
AUS ERNEUERBAREN ENERGIEN

Pfisterer designt jedes CrossPower-System individuell  nach Anforderungen, Bedarf und Standort. Die Anlagen gibt es in verschiedenen Leistungsstärken von 150 bis hin zu 5000 Kilowatt. „Eine einzige 150-kW-Anlage kann ein Krankenhaus mit und 100 Personen zuverlässig versorgen“, sagt Schuster. Anspruch des Unternehmens sei es, unabhängig vom Standort mindestens 50 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu generieren. Das ganze System ist berührungssicher und kann in unmittelbarer Nähe zu Zelten oder Gebäuden aufgestellt werden.
Im Normalbetrieb garantiert CrossPower jederzeit eine sichere Stromversorgung. Bei Bedarf, z.B. bei Diesel-Engpässen, lassen sich die Verbraucher priorisieren. Ein intelligentes Management sorgt dann dafür, dass besonders wichtige Verbraucher, wie etwa Operationssäle oder Kühlräume immer voll versorgt sind, während weniger wichtige Verbraucher abgeschaltet werden können bis der Engpass überwunden ist. „Durch unser System sparen die Kunden“, sagt Schuster. Je nach Größe amortisiere sich die Anschaffung bereits nach ein oder zwei Jahren.
Ganz aktuell arbeite das Unternehmen an einer Kooperation mit dem Sudan. „Bei einer Konferenz des Afrika-Vereins haben wir im vergangenen Jahr dem sudanesischen Energieminister unser System vorgestellt“, so Schuster - im Februar sei er in das ostafrikanische Land gereist, ein Geschäftsabschluss scheint sehr wahrscheinlich. Das Potenzial für alternative Energieangebote auf dem Kontinent ist groß: Im Schnitt verfügt nur einer von vier Afrikanern über Strom.