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Investitionen: Unternehmensfonds fördert Klein- und Mittelbetriebe

Klein- und Mittelbetrieben, die allgemein als Stützen der Volkswirtschaft gelten, wird in den von langjährigen Bürgerkriegen heimgesuchten Ländern Liberia und Sierra Leone eine besonders wichtige Rolle zugeschrieben, um Arbeitsplätze schaffen, Basisdienstleistungen bieten und die Wirtschaft insgesamt wiederaufbauen zu können. Hierauf hat sich der erst 2010 gegründete West Africa Venture Fund LLC (WAVF) konzentriert, der hohe Wachstumsraten im Mittelstandssektor beider Länder erreichen will.
Als „Ankerinvestor“ des mit US-$ 40 Mio. ausgestatteten WAVF, eines Private-Equity-Fonds, fungiert die International Finance Corporation (IFC), die für die Kreditvergabe an den privaten Sektor zuständige Organisation der Weltbank. Mit Krediten zwischen US-$ 100.000 und US-$ 500.000 soll in mindestens 40 Klein- und Mittelbetriebe in Liberia und Sierra Leone investiert werden, wobei man mit einer Rückflussquote von 25 bis 30 Prozent ausgeht.

Man unterstütze jede Unternehmensform mit Ausnahme der Bereiche Bergbau, Ölförderung und Holzeinschlag, sagte WAVF-Manager Fred Balogun. Gegenwärtig seien 28 Projekte in beiden Ländern für eine Kreditvergabe ausersehen; für 19 von ihnen seien bereits insgesamt US-$ 8 Mio. ausgezahlt worden. So habe man zum Beispiel in Liberia eine Bäckerei und einen modernen Schlachtbetrieb unterstützt, weil diese Unternehmen für die Grundversorgung mit Nahrungsmitteln sorgen. Im  Fokus stünden auch die IT-Branche, der Logistikbereich und eine „moderne Druckpresse in Liberia“. In Sierra Leone sei unter anderem eine Geflügelzucht in den Genuss der Finanzhilfen gekommen,  die über 40.000 Küken an mehr als 200 Farmer verkauft. Ebenfalls ein Wasserversorger, der 40 Prozent des Marktes kontrolliert, sowie ein Betrieb für die Verarbeitung von Reis.

Balogun  wünscht sich für den WAVF ein noch größeres Finanzvolumen, um das Hilfsprogramm vergrößern und auch auf die Nachbarländer ausdehnen zu können.  Ein anderes Problem sei der Mangel an Manpower. In jahrzehnte-langen Bürgerkriegen sei eine ganze Generation ohne Ausbildung geblieben. Über gerade nur einen qualifizierten Betriebsdirektor oder leitenden Geschäftsführer verfügen zu können, sei schwierig. (pm)