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Außenhandel: Economic Partnership Agreement mit Ländern des Südlichen Afrika

Die Europäische Union und sechs Länder der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC) unterzeichneten am 10. Juni ein Economic Partnership Agreement (EPA). Es ist der erste derartige Vertrag zwischen der EU und einer afrikanischen Region, die eine wirtschaftliche Integration anstrebt. Die Unterzeichnung fand in Kasane, Botswana statt.

Das EPA mit Botswana, Lesotho, Mosambik, Namibia, Südafrika und Swasiland ist ein entwicklungsorientiertes Freihandelsabkommen. Zusätzlich zu diesem Abkommen könnten in Kürze weitere regionale Abkommen mit Westafrika und der Ostafrikanischen Gemeinschaft unterzeichnet werden.

Das EPA berücksichtigt den unterschiedlichen Entwicklungsstand der einzelnen Partner. Es garantiert Botswana, Lesotho, Mosambik, Namibia und Swasiland einen zoll- und kontingentfreien Zugang zum europäischen Markt. Auch für Südafrika werden die Marktzugangsmöglichkeiten über das bestehende bilaterale Abkommen hinaus erweitert. Das heute unterzeichnete Abkommen bringt überdies für Hersteller aus Ländern des Südlichen Afrika mehr Flexibilität, da die Bestandteile der Waren aus verschiedenen Ländern stammen können, ohne dass dies ihren freien Zugang zum EU-Markt gefährdet. Außerdem ist darin eine Reihe von Schutzmaßnahmen etwa für im Entstehen begriffene, anfällige Industriezweige oder aus Gründen der Lebensmittelsicherheit vorgesehen.

Was speziell den südafrikanischen Markt betrifft, so wurden den Herstellern traditioneller Qualitätsprodukte von Weltruf aus der EU – darunter auch Lebensmittel – besondere Vorteile gewährt, da sie nun in Südafrika das ausschließliche Recht zur Verwendung ihrer traditionellen Namen oder „geographischen Angaben“ haben. Dementsprechend sind von nun an auf dem EU-Markt mehrere geographische Angaben aus Südafrika geschützt. (EU / Mon)