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Außenhandel: Stärkere Beziehungen zu Oman gefordert

Julius Maada Bio, Führer der oppositionellen Sierra Leone People’s Party (SLPP) und Kandidat bei den für den 17. November 2012 angesetzten Präsi-dentschaftswahlen, forderte während eines Besuches in Oman einen Ausbau der Handelsbeziehungen zwischen dem Sultanat und seinem Land. Eingela-den von der Al Zaman Group of Companies, betonte Bio die traditionell guten Beziehungen zwischen Oman und Afrika; Sierra Leone könne eine aktive Rol-le spielen bei deren Weiterentwicklung. Insbesondere im Bergbau- und Fi-schereisektor seines Landes bestünden gute Investitionsmöglichkeiten. Sierra Leone verfüge zum Beispiel über große Fischbestände, nicht aber über Ver-arbeitungsanlagen. Auch in der Landwirtschaft könnten beide Länder gut ko-operieren. Ebenso begrüßenswert sei ein kultureller Austausch. Noch würden nur sehr wenige Staaten der Golfregion  Wirtschafts- und Handelsbeziehun-gen zu Sierra Leone unterhalten, allein der Iran veranstalte eine jährliche Handelsmesse. Und leider gebe es auch noch keine diplomatischen Bezie-hungen zwischen Oman und Sierra Leone.

Bio, geboren 1964, General im Ruhestand, war 1992 am Staatsstreich gegen Präsident Joseph Saidu Momoh beteiligt, der das diktatorische Einparteienre-gime des All People’s Congress (APC) beendete, und putschte während des Bürgerkrieges 1996, damals auch Verteidigungsminister, gegen Valentine Strasser, um danach für kurze Zeit als Staatspräsident zu fungieren. Nach Beendigung seiner Militärlaufbahn 1996 studierte Bio an der American Univer-sity in Washington Internationale Beziehungen. Nach Darstellung der sierra-leonischen Online-Zeitung „Expotimes“ erfüllt die Präsidentschaftskandidatur Bios europäische Investoren mit Skepsis. Er habe, so heißt es, eine unrühmli-che Rolle während der Zeit nach dem Putsch 1992 gespielt, als unter der Re-gentschaft des sogenannten National Provisional Ruling Council (NPRC) die Korruption (u. a. Diamantenschmuggel durch Mitglieder der Regierung) weiter grassiert sei und die Menschenrechtsverletzungen unvermindert angehalten hätten. Die „Oman Tribune“ apostrophiert ihn als den jüngsten und „erfah-rendsten“ („most experienced“) politischen Führer des Landes, der nach dem Coup 1992 zu „internationalem Ruhm“ („He received international fame…“) gelangt sei. In Oman erklärte Bio, dass er bei der Präsidentschaftswahl im November kandidiere, nur um seinem Volk zu dienen. (pm)