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Außenhandel: USA heben Beschränkungen wieder auf

US-Präsident Barack Obama hat Côte d’Ivoire, Guinea und Niger wieder in die Gruppe der afrikanischer Länder aufgenommen, die nach dem von Präsident Bill Clinton im Jahr 2000 erlassenen African Growth and Opportunity Act (A-GOA)  in den Genuss von Erleichterungen im Handelsverkehr mit den USA  sowie begünstigter US-Investitionen als Anreize für Wirtschaftswachstum kommen. Die drei Länder waren von diesen Regelungen aufgrund von als undemokratisch beurteilten Regierungswechseln ausgeschlossen worden. Kürzlich aber seien dort freie und faire Präsidentschaftswahlen durchgeführt worden, was als Schlüsselfaktor für die Wiedereinsetzung in den AGOA-gemäßen Status gelte, teilte das US-Außenministerium mit. Weitere Kriterien hierfür seien marktwirtschaftliche Verhältnisse, Rechtsstaatlichkeit, Kampf gegen Korruption sowie Wahrung von Arbeitnehmerrechten. Gegenwärtig ge-nießen 40 afrikanische Staaten die Vorteile von AGOA.

 2010 nahm das Handelsvolumen zwischen den USA und den Ländern der Subsahara gegenüber 2009 um 32 Prozent zu. Die US-amerikanischen Ex-porte stiegen um 13 Prozent auf 17 Milliarden US-Dollar, während die Importe aus den afrikanischen Ländern sogar eine Steigerung um 39 Prozent auf 65 Milliarden US-Dollar verzeichneten, was zum größten Teil der Einfuhr von Rohöl zu verdanken war, die 81,4 Prozent dieser Importe ausmachte. Exorbi-tante Zuwächse gab es bei den US-Importen aus Gabun (plus 80 Prozent), Nigeria (plus 60 Prozent), der DR Kongo (plus 60 Prozent) und Angola (plus 28 Prozent). Im Handel mit Ghana stiegen sie sogar um 103 Prozent, vor al-lem aufgrund der verstärkten Kakao-Einfuhr, nachdem Côte d’Ivoire wegen der politischen Instabilität hierfür vorerst ausfiel. Die US-Importe allein aus den von AGOA begünstigten Ländern nahmen 2010 gegenüber dem Vorjahr um  31 Prozent zu und erreichten einen Umfang von 44 Milliarden US-Dollar; 91 Prozent davon entfielen auf Rohöl und Ölprodukte. Den stärksten Zuwachs verzeichneten Mineralien und Metalle mit plus 94 Prozent, während die Ein-fuhr von Textilien aus den AGOA-Ländern um 20 Prozent zurückging. (pm)