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Bergbau: Randgolds Gounkoto-Mine in Mali wirft erstes Gold ab

Bonn (gtai) - Die neue Mine der Randgold Resources in Gounkoto in Mali hat das erste Gold geliefert, das im naheliegenden Loulo-Komplex verarbeitet wird. Das auf die Goldproduktion in Afrika spezialisierte und an der Londoner Börse sowie der Nasdaq gelistete Bergbauunternehmen hat seine Hauptschürfgebiete vor allem im nordwestafrikanischen Mali. Darüber hinaus betreibt Randgold Goldminen und Projekte in Côte d'Ivoire (Tongon), der Demokratischen Republik Kongo (Kibali) und Senegal (Massawa). (Kontaktanschrift)

"Der Abbau in Gounkoto ist etabliert", erklärte Randgolds CEO Mark Bristow."Aber eine der größten Herausforderungen, denen wir gegenwärtig gegenüberstehen, ist der Bau der Straße und der Brücken, die es uns ermöglichen, das Erz während der Regenzeit, die bereits begonnen hat, zu transportieren".

Das Unternehmen hat bereits die Flutwälle errichtet, einen Fluss um die Gounkoto -Grube herumgeleitet und sei nun bereit, die Basisbergbauinfrastrukturen zu errichten, schreibt "Mining Weekly". Ein großer Brecher und eine Goldverarbeitungsanlage sollen im Oktober 2011 fertig sein. Gegenwärtig nutze das Unternehmen einen vorläufigen Brecher, da Weichgold abgebaut wird.

In Gounkoto, rund 25 km südlich des Loulo-Komplexes im Westen Malis, wird die Produktion des Randgold-Flaggschiffs aufrecht erhalten bis die Mine ihre Bewegung in den Untergrund vollendet habe. Infolge der Untertageerweiterung werde Loulo in etwa zwei Jahren die Gounkoto-Mine übertreffen.

Die Loulo-Erweiterung schließt eine weitere große Anlage ein, die die Produktionskapazität um etwa 10% auf 20.000 t/m bis 30.000 t/m erhöhen wird.

Darüber hinaus führe Randgold gegenwärtig eine Scoping-Studie des Geschäftsmodels für Loulo durch. Bohr- und Testarbeiten seien im Gange. Der Gesamtabschluss der Arbeiten für Loulo und Gounkoto sei für das Jahresende angepeilt, sagte Bristow.

Randgold ist auf die Goldproduktion in Westafrika spezialisiert. Die Geschichte des auf der Kanalinsel Jersey ansässigen Unternehmens ist eng mit seinen Minen in Mali verknüpft. Randgold hält 80% an der Société des Mines de Loulo (SOMISY), während die restlichen 20% bei der Regierung Malis liegen. SOMISY will in der zweiten Hälfte 2011 den Transport der Erze von Gounkoto zur Verarbeitung nach Loulo aufnehmen. Gounkoto birgt 2,8 Mio. Unzen Reserven.

Loulo ist die größte Goldmine Malis und gilt als Randgolds Flaggschiff. Ihre Gesamtressourcen werden einschließlich der "Satelliten-Vorkommen" auf 11,4 Mio. Unzen geschätzt. Randgold verfügt in Mali zudem über Beteiligungen an der Goldmine in Morila, die einst die größte Mine Afrikas war und in ihrer Blütezeit 1 Mio. Unzen jährlich produzierte. Seit Oktober 2000 wurden dort etwa 5,8 Mio. Unzen gefördert, was den Aktionären 1,6 Mrd. US$ einbrachte

Im Jahr 2010 wurden in Mali insgesamt 50 t Gold geschürft. Davon wurden 46 t von den industrialisierten Minen gefördert, die dem Land 150 Mrd. FCFA (rund 227,3 Mio. Euro) einbrachten. Die restlichen 4 t wurden von den zahlreichen Goldschürfern in Mali auf den Markt gebracht. "Für 2011 ist eine industrielle Produktion von 56 t und für 2012 von 58 t vorgesehen", verkündete Staatspräsident Toure Anfang Januar 2011 in Bamako. Dazu kämen noch 4 t Gold pro Jahr aus artisanaler Produktion.

Gold ist mit einem Anteil von rund 70% noch weit vor der Baumwolle das wichtigste Exportgut von Mali. Rund 95% der malischen Rohstoffindustrie basieren auf dem Edelmetall. Auch mit Blick auf das Bruttoinlandsprodukt und einen Anteil daran von knapp 15%, wird die Bedeutung des gelben Metalls für den Wüstenstaat deutlich. Mali war lange Zeit einer der größten Goldproduzenten Afrikas. Jetzt belegt das Land Platz drei hinter Südafrika und Ghana. Im Jahr 2009 wurden 53,7 t Gold gefördert. Laut Angaben von "African Business" vom Juli 2011 teilt sich Mali den dritten Platz in Afrikas Goldliga mit Tansania, das 44,6 t im Jahr 2010 förderte.

 

(GTAI, Dieter Grau, Juli 2011)