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Elektrizitätsversorgung: Investitionen von US-$ 3,5 Mrd. erforderlich

Nach Darstellung des stellvertretenden Energieministers Martin Bash-Kamara benötigt Sierra Leone Investitionen von US-$ 3,5 Mrd, um den Energiesektor des Landes wieder instandsetzen und bis 2017 die Stromproduktion um das Zehnfache erhöhen zu können. Nach einem bis 2002 dauernden elfjährigen Bürgerkrieg verfügt Sierra Leone heute über eine der niedrigesten Erzeuger-kapazitäten Afrikas; für die 6,5 Millionen Einwohner stehen gerade 100 MW zur Verfügung. Ziel sei es, auf der Basis der projektierten Kosten eine Produktion von mindestens 1.000 MW zu erreichen, sagte Bash-Kamara.
Kürzlich hat die Regierung mit der chinesischen Hydrochina Corp. den Bau zweier Wasserkraftwerke vereinbart, die zusammen 260 MW erzeugen sollen. Die Kosten hierfür sollen mehr als US-$ 800 Mio. betragen.
In Partnerschaft  u. a. mit der China National Electric Engineering Company (CNEEC) ist ein Solarwärmekraftwerk mit eine Kapazität von bis zu 500 MW geplant. Auch eine deutsche Firma namens BC Bangert GmbH mit Sitz angeblich in Frankfurt am Main, über die nähere Angaben fehlen, soll die Errichtung eines 100-MW-Solarkraftwerkes planen. Mit weiteren Unternehmen wie u. a. dem indischen Stahlproduzenten Jindal Steel and Power und der internationalen Gesellschaft Joule Africa sind Vereinbarungen über den Bau eines 350-MW-Kohlekraftwerkes bzw. die US-$ 800 Mio. teure Erweiterung des 50-MW-Wasserkraftwerkes bei Bumbuna auf eine Kapazität von 250 MW getroffen worden. Als besonders sanierungsbedürftig gilt das Verteilungsnetz, durch dessen Mängel 30 bis 38 Prozent der produzierten Energie verloren gehen. Die Regierung will auch für die Erneuerung des Stromnetzes um private Investitionen werben. (pm)