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Fischerei: Abkommen mit Russland unterzeichnet

Sierra Leone und Russland haben ein seit Langem erwartetes neues Fischereiabkommen getroffen, das Sierra Leone helfen soll, seine Meeresressourcen besser auszuschöpfen. Das letzte Abkommen dieser Art stammte aus dem Jahr 1976, die Initiative zu dem neuen Vertrag ging von dem früheren russischen Präsidenten Dmitri Medwedew aus.
Das Abkommen beinhaltet u. a. Ausbildungsmöglichkeiten für sierra-leonische Fischer und den Austausch von für die Fischindustrie relevanten Informationen. Russland wird zudem Sierra Leone bei der Entwicklung der Aquakultur unterstützen.
Der Fischereisektor des Landes trägt etwa zehn Prozent zum Bruttoinlands-produkt bei und umfasst mehr als 500.000 Beschäftigte. 80 Prozent der sierra-leonischen Bevölkerung sind von Fisch als primäre Proteinquelle abhängig. Jährlich wird, nach Angaben des Fischereiministeriums, Fisch im Wert von etwa US-$ 3 Mio. gefangen, während der Verlust durch illegale Fischerei im gleichen Zeitraum mehr als US-$ 30 Mio. betrage. Dieser illegal gefangene Fisch lande auf europäischen Esstischen, während die Bemühungen der Regierung um Fischexporte in die EU durch die strengen EU-Standards behindert würden. Der Regierung sei bestrebt, die EU-Kriterien zu erfüllen. So soll eine angemessene Ausbildung im Umgang mit hochpreisigen Erzeugnissen wie etwa Hummer zu großen Erlösen auf den europäischen Märkten führen.
Das Abkommen mit Russland sieht auch die Nutzung ausländischen Kapitals und gemeinsame Projekte in den Bereichen der Fischverarbeitung und des Handels mit Fischprodukten vor. (pm)