Content

oben / top  |  Navigation  |  Navigation (Breadcrumb Trail)  |  Navigation (untergeordnet)  |  Inhalt / Content  |  unten / bottom

Gesundheitswesen: Noch immer hohe Todeszahlen durch Malaria

Burkina Faso, Côte d’Ivoire, die Demokratische Republik Kongo, Mali, Mo-sambik und Nigeria sind nach einem am 13. Dezember 2011 veröffentlichen Bericht der WHO jene sechs afrikanischen Länder, die 60 Prozent aller welt-weit entstehenden Todesfälle durch Malaria repräsentieren. Trotz eines Rück-gangs von fünf Prozent gegenüber 2009 seien 2010 weltweit mehr als 655.000 Menschen an dieser Krankheit gestorben, wobei vor allem afrikani-sche Kinder zu den Opfern zählten. 86 Prozent davon seien Kinder unter fünf Jahren gewesen. Insgesamt habe es 2010 weltweit 216 Millionen Fälle von Malariaerkrankungen gegeben, davon 81 Prozent in Afrika. Zwar sei die Sterblichkeitsrate seit 2000 um 26 Prozent gesunken, aber noch weit von der Zielvorgabe von 50 Prozent entfernt, heißt es. Das Ziel bleibe, bis 2015 die Zahl der Erkrankungen um 75 Prozent zu reduzieren, wofür jährlich fünf Milli-arden US-Dollar erforderlich seien. Die bisher von internationalen Organisati-onen zur Verfügung gestellten zwei Milliarden reichten bei Weitem nicht aus.

Doch gibt es der WHO zufolge auch Erfolge. Seien im Jahr 2000 nur drei Pro-zent der Haushalte in Afrika südlich der Sahara in  Besitz von mit Insektiziden behandelten Moskitonetzen gewesen, so sei dieser Anteil 2011 auf rund 50 Prozent angestiegen. Von den 99 Ländern, in denen Malaria vorkommen, hät-ten 43 in den vergangenen zehn Jahren einen Rückgang bei den gemeldeten Fällen von über 50 Prozent verzeichnen können. Zu Besorgnissen führe aber, sagte WHO-Generaldirektorin Dr. Margaret Chan, die zunehmende Resistenz der gegen Malaria eingesetzten Medikamente.

Um die WHO besser mit Finanzmitteln ausstatten zu können, wird vorge-schlagen, dass die von Malaria betroffenen Länder eine Steuer auf Flugtickets erheben. Befürwortet wird auch die Durchführung von Tests zur Erstellung von genauen Diagnosen. Die Anzahl solcher Tests, die von den Herstellern bereit-gestellt wurden, sei von 45 Millionen im Jahr 2008 auf 88 Millionen im Jahr 2010 gestiegen.

In dem Bericht ist weiter die Rede von 3,3 Milliarden Menschen, die 2010 von Malaria bedroht gewesen seien. 2,1 Milliarden hätten ein nur geringes Risiko getragen, tatsächlich auch zu erkranken, 94 Prozent davon lebten außerhalb Afrikas. Von den restlichen 1,2 Milliarden von Malaria bedrohten Menschen lebten mit 47 Prozent die meisten in Afrika, 37 Prozent in Südostasien. Europa sei 2010 nur marginal von Malaria betroffen gewesen. Hier habe es nur 176 registrierte Fälle gegeben. (pm)