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Kakao: Regierung kehrt zur Preisgarantie für die Farmer zurück

Nach einem Jahrzehnt der Liberalisierung des Sektors kehrt die ivorische Regierung zu einer Preisgarantie für die Kakaofarmer zurück. Fortan sollen sie, so wurde mitgeteilt, zwischen 50 und 60 Prozent der auf dem Weltmarkt erzielten Preise für ihre Erzeugnisse erhalten. Bisher erhielten sie lediglich 20 bis 30 Prozent des Weltmarktpreises. Zugleich will man auch wieder eine entsprechende Regulierungsbehörde ins Amt setzen. Die Reform befände sich im Einklang mit den Bedingungen, die Weltbank und IWF im Interesse eines Schuldenerlasses gestellt hätten.
In der Saison 2010/2011 erreichte die ivorische Kakaoproduktion mit 1,48 Millionen Tonnen einen neuen Rekord. Dank ausgezeichneter Wetterbedingungen habe man, heißt es, die durch die politische Krise verursachten Beeinträchtigungen kompensieren können.
Als weltgrößter Kakaoproduzent deckt Côte d’Ivoire etwa 35 Prozent des weltweiten Bedarfs, zusammen mit Kaffee generiert Kakao 40 Prozent der Exporteinnahmen und 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Während des Gbagbo-Regimes verfiel der Kakaosektor zusehends: Geplante Reformen schlugen fehl, die Plantagen veralterten, die Qualität sank, und viele Farmer wanden sich aufgrund sinkender Erträge anderen Kulturen wie Kautschuk und Ölpalmen zu. (pm)