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Sicherheit/Diplomatie: Nach Missbrauchsskandal tritt UN-Blauhelmgeneral zurück

Nach Missbrauchsskandalen erklärte der Leiter der UN-Friedensmission in der Zentralafrikanischen Republik, General Babacar Gaye, seinen Rücktritt, berichtet die Deutsche Welle. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte in New York, Gaye habe "seinen Rücktritt auf meinen Wunsch" eingereicht. Der 64-Jährige hatte die UN-Friedensmission in der Zentralafrikanischen Republik, Minusca, seit Juli 2014 geführt. In den vergangenen Monaten waren immer wieder Missbrauchsvorwürfe gegen Blauhelmsoldaten im Land laut geworden. Im jüngsten Fall solle ein UN-Soldat Anfang August ein zwölfjähriges Mädchen vergewaltigt haben. Nach Angaben von Bans Sprecher Stéphane Dujarric wird den Blauhelmen in der Zentralafrikanischen Republik bislang in 57 Fällen ein Fehlverhalten vorgeworfen. Elf dieser Fälle würden demnach Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs von Kindern betreffen.
Der Rücktritt Babacar Gaye sei insofern eine Reaktion. Dabei ist Gaye ein Karriereoffizier der senegalesischen Streitkräfte, der bereits in den 1970ern internationale Einsätze leitete, unter anderem im Libanon und in Saudi Arabien. Gaye war 2004 auch Botschafter seines Landes in Deutschland. Er unterlief bei seiner Ausbildung mehrere Stationen an Militärschulen in Belgien und Frankreich. Von 2005 bis 2010 leitete er auch einen Einsatz in DR Kongo, welcher den Namen  MONUSCO (United Nations Organization Stabilization Mission in the Democratic Republic of the Congo) trug. Gayes Vater Amadou Karim war bereits Außenminister des Senegal gewesen. Er galt als verlässlicher Militär und international erfahren, sowie geschult für schwierige Einsätze.