Content

oben / top  |  Navigation  |  Navigation (Breadcrumb Trail)  |  Navigation (untergeordnet)  |  Inhalt / Content  |  unten / bottom

UN-Ulitimatum für den Friedensplan verstrichen

Der UN-Sicherheitsrat hatte den Sudan und den Südsudan aufgefordert, sich bis zum 2. August auf einen Friedensplan zu einigen. Jetzt verstrich das Ultimatum - ohne Ergebnisse.

Seit gut einem Jahr versuchen die beiden benachbarten afrikanischen Staaten in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba  - unter Vermittlung der Afrikanischen Union und des früheren südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki - die noch offenen Probleme zu lösen. Im Zentrum der Verhandlungen stehen Fragen zu der noch offenen Grenzmarkierung und der Aufteilung der Ölvorkommen und -einnahmen. Während die Vorkommen mehrheitlich im Südsudan liegen, läuft der Transport über das Leitungsnetz im Norden. Zudem kommt es in der Grenzregion Abyei, in der ein Großteil der Rohstoffe liegt, immer wieder zu schweren Auseinandersetzungen.

Der Südsudan hatte vor einer Woche einen Lösungsvorschlag unterbreitet, der die Einrichtung einer entmilitarisierten Pufferzone im Grenzgebiet vorsieht. Ferner sollten die Bewohner der umstrittenen Provinz Abyei in einem Referendum entscheiden können, zu welchem Staat sie künftig gehören wollen. Auch im Streit um die Einnahmen aus dem Ölgeschäft soll die Regierung in Juba angeboten haben, höhere Transitgebühren an Khartoum zu zahlen und auf die noch ausstehenden Forderungen in Höhe von US-$ 500 Mio. zu verzichten. Während der Vorschlag anfänglich von Khartoum abgelehnt wurde, scheint er jetzt wieder Gegenstand der Verhandlungen zu sein.

Nach Ablauf des Ultimatums wird sich der Sicherheitsrat am 9. August mit der Mission befassen und auch die Ergebnisse eines Treffens des  Friedens- und Sicherheitsrats der Afrikanischen Union in Addis Abeba am 3. August berücksichtigen.  Die dramatische humanitäre Situation in der Grenzregion macht einen sofortigen Friedensplan für die Region immer drängender.  (ben)