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Wiener Gipfel: EIB bestätigt Finanzierungen von 495 Millionen Euro für zukunftsweisende Investitionen in ganz Afrika

  • Neue Mittel in Höhe von 495 Millionen Euro für nachhaltige Verkehrslösungen in der größten afrikanischen Stadt, für mehr saubere Energie und für die Anbindung von Ostafrika an das globale Kommunikationsnetz
  • EIB-Präsident betont auf dem hochrangigen Forum Afrika-Europa EIB-Unterstützung für nachhaltige Entwicklung
  • EIB-Fachleute zeigen, wie die Zusammenarbeit mit Unternehmen und dem öffentlichen Sektor in Afrika sowie mit internationalen Partnern wichtige Investitionen anstößt

Auf dem hochrangigen Forum Afrika-Europa in Wien sagte die Europäische Investitionsbank heute neue Finanzierungen von insgesamt 495 Millionen Euro für drei Projekte zu, die den nachhaltigen Verkehr, saubere Energie und den Internetzugang in Nord-, West und Ostafrika fördern.
Die drei Finanzierungsverträge wurden heute auf dem Gipfel unterzeichnet, an dem Staats- und Regierungschefs aus Afrika und Europa teilnahmen. Sie sind ein Beispiel für die technische und finanzielle Unterstützung der Europäischen Investitionsbank für Investitionsvorhaben auf dem afrikanischen Kontinent, die die Lebensbedingungen für die Menschen dort grundlegend ändern.
„Neue Investitionen sind absolut notwendig, um wirtschaftliches Potenzial freizusetzen, die Lebensbedingungen zu verbessern und die Auswirkungen des Klimawandels zu verringern. Als Bank der EU wird die Europäische Investitionsbank mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln dazu beitragen, dass die UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung in Afrika erreicht werden. Nachhaltiger Verkehr, saubere Energie und Telekommunikationsnetze sind Herausforderungen, mit denen sowohl Europa als auch Afrika konfrontiert sind. Gemeinsam können wir das Leben von Millionen von Menschen verbessern. Die drei heute unterzeichneten Projekte stellen dies klar unter Beweis“, so der Präsident der Europäischen Investitionsbank Dr. Werner Hoyer.
Die neuen Finanzierungen der Europäischen Investitionsbank, die auf dem Gipfel bekanntgegeben wurden, sind für Projekte in Ägypten, Guinea und Ostafrika bestimmt. Ein Projekt betrifft die Modernisierung der wichtigsten U-Bahn-Linie in Kairo, um die Kapazitäten des öffentlichen Nahverkehrs zu erhöhen, der von den 20 Millionen Menschen im Großraum der Stadt genutzt wird. In Westafrika trägt die EIB zur Fertigstellung einer neuen grenzüberschreitenden Verbundleitung bei. Dadurch erhalten 200 000 Menschen in Guinea erstmals Zugang zu Strom, und in Guinea, Mali, Liberia und Côte d‘Ivoire kann verstärkt auf saubere Energie zurückgegriffen werden. In Ostafrika wiederum beteiligt sich die EIB an der Finanzierung eines Telekommunikationsvorhabens, und neun Millionen Menschen in Kenia, Ruanda, Uganda, Sambia und der Demokratischen Republik Kongo werden vom Ausbau des Glasfasernetzes profitieren.
Beitrag zu nachhaltigen Verkehrslösungen – 350 Millionen Euro für die U-Bahn in Kairo
Die Europäische Investitionsbank trägt zur Modernisierung der 44 Kilometer langen Kairoer U-Bahn-Linie 1 bei. Das Kairoer U-Bahn-Netz gehört zu den frequentiertesten weltweit, und pro Tag befördert es mehr als 2,6 Millionen Fahrgäste. Nach der Modernisierung steigt die Beförderungskapazität um 40 Prozent, und auch die betriebliche Störanfälligkeit wird sich verringern. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ist die einzige Möglichkeit, um Alternativen zum Autoverkehr zu schaffen und die CO2-Emissionen zu senken.
Vor der offiziellen Bekanntgabe erörterten der ägyptische Präsident Abdel Fattah el Sisi und EIB-Präsident Werner Hoyer weitere Investitionsprioritäten in Ägypten und die Perspektiven für den Privatsektor, das Verkehrswesen und die Wasserwirtschaft, die sich aus den EIB-Finanzierungen in Höhe von vier Milliarden Euro, die die Bank seit 2012 in dem Land bereitgestellt hat, ergeben.
Mehr saubere Energie – 130 Millionen Euro für die Verbundleitung Guinea-Mali
Die neue Stromverbundleitung zwischen Guinea und Mali ist ein wesentlicher Bestandteil des westafrikanischen Stromverbunds. Die Einwohnerinnen und Einwohner von vier Ländern werden eine zuverlässige Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen erhalten, und auch Tausende Menschen in ländlichen Gebieten in Guinea werden an das Stromnetz angeschlossen. Die Europäische Investitionsbank stellt Mittel für die neue Verbundleitung bereit, die den Einsatz von kostspieligen, mit Diesel betriebenen Generatoren verringert und zur UN-Initiative „Nachhaltige Energie für alle“ beiträgt.
Ostafrika mit der Welt verbinden – 15 Millionen Euro für regionales Telekommunikationsnetz
Auf dem hochrangigen Forum Afrika-Europa kündigte die EIB ein Darlehen von 15,4 Millionen Euro an ein privates Telekommunikationsunternehmen an, das in derzeit nicht versorgten Regionen den Zugang zum Breitband-Internet bereitstellen will.
Afrika ist eine der Regionen, in denen der Datenverkehr am raschesten zunimmt. Die schlechte Vernetzung geht jedoch zu Lasten von Wirtschaftspotenzial und Innovation. Ein neues 4 850 Kilometer langes Glasfasernetz, das in den kommenden zwei Jahren verlegt werden soll, wird schätzungsweise neun Millionen Menschen in Kenia, Ruanda, Uganda, Sambia und der Demokratischen Republik Kongo neue Kommunikationsmöglichkeiten eröffnen.
Nach ihrer Inbetriebnahme wird die bessere Telekommunikationsinfrastruktur voraussichtlich zur nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung der gesamten Region beitragen. Die Siedlungen in dieser Gegend erhalten Zugang zu Finanzdienstleistungen, mobiler Gesundheitsfürsorge und mobilen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Aber auch landwirtschaftliche Informationen wie etwa Rohstoffpreise und Unwetterwarnungen stehen zur Verfügung.
Erfolgreiche Partnerschaften für bessere Vernetzungen in Afrika
Die Europäische Investitionsbank veranstaltete während des hochrangigen Forums Afrika-Europa einen Workshop, der den Ausbau der Vernetzung in ganz Afrika zum Thema hatte. Untersucht wurde, welche Auswirkungen vor Kurzem finanzierte Projekte mit führenden öffentlichen und privatwirtschaftlichen Partnern aus ganz Europa und Afrika haben. An dem Workshop nahmen auch Vertreter der Oesterreichischen Entwicklungsbank und des multinationalen Energiekonzerns Engie teil.
In den vergangenen zehn Jahren hat die Europäische Investitionsbank 21,9 Milliarden Euro für Investitionsprojekte in ganz Afrika bereitgestellt. (EIB)