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Wirtschaft: Wachstum in Höhe von 1,5 Prozent im Jahr 2019 unwahrscheinlich / Geschäftsklima geht deutlich zurück / Wirtschaft fordert höheres Reformtempo

Nach Ansicht des südafrikanischen Finanzministers, Tito Mboweni, sei es unwahrscheinlich, dass Südafrikas BIP in diesem Jahr um 1,5 Prozent wächst, wie es ursprünglich geplant war. Zuletzt hatte die Ratingagentur Moody die Wachstumsprognose von einem Prozent auf 0,7 Prozent reduziert. Die südafrikanische Zentralbank rechnet aktuell mit einem BIP-Wachstum in Höhe von 0,6 Prozent für das Jahr 2019. Auch das Staatsdefizit könnte in diesem Jahr deutlich höher als ursprünglich geplant ausfallen. Im zweiten Quartal lag es bei rund 4 Prozent des BIP und wich damit von der Prognose in Höhe von 3 Prozent relativ deutlich ab.

Der Geschäftsklimaindex der Rand Merchant Bank (RMB) fiel unterdessen auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Aktuell liegt der Index bei 21 Punkten. Erst ab einer Punktzahl von 50 befindet sich die Wirtschaft in einer Wachstumsphase, berichtet Reuters. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete im Juli einen Rückgang in Höhe von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereits im Juni war die Produktion um 3,6 Prozent zurückgegangen.

Der CEO der Bank First Rand, Alan Pullinger, sagte im Gespräch mit Reuters, dass sich die südafrikanische Wirtschaft nicht schnell erholen würde. Nach seiner Ansicht wird es voraussichtlich fünf Jahre dauern, bis Südafrika wieder auf einen soliden Wachstumskurs zurückkehren könne. Die Vorsitzende der Abba Bank, Wendy Lucas-Bull, forderte unterdessen, dass die Regierung die Finanzen schneller stabilisieren solle und außerdem die Leute entlassen sollte, die Fehler begangen haben. (Reuters)