Mitgliederumfrage: Unternehmen fordern erleichterte Fachkräftemobilität aus Afrika
Rund 75 Prozent der Unternehmen erwarten, dass der Fachkräftebedarf in den kommenden fünf Jahren weiter steigen wird. Sie sehen in afrikanischen Talenten eine wichtige Chance, ihre Belegschaften zu diversifizieren, Marktkenntnisse im afrikanischen Kontext zu vertiefen und die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Standorte zu sichern. Gleichzeitig leisten afrikanische Fachkräfte über Rücküberweisungen und Wissenstransfer einen direkten Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Herkunftsländer. Fachkräftemobilität leistet somit einen sehr wirksamen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung afrikanischer Länder.
Die größten Hindernisse liegen aus Sicht der Unternehmen weiterhin auf administrativer Ebene: 25 Prozent der Unternehmen nennen langwierige Visa- und Aufenthaltsverfahren als zentrales Problem, dicht gefolgt von komplexen Anerkennungsprozessen und hohem bürokratischem Aufwand. Gerade für kurz- und mittelfristige Personaleinsätze, die mehr als 60 Prozent der Befragten benötigen, bremsen diese Verfahren Projekte aus oder verhindern Einsätze vollständig.
„Wir können viel mehr Afrikanern Chancen in deutschen Firmen geben und zugleich Engpässe reduzieren, wenn die Visa- und Anerkennungsverfahren spürbar vereinfacht werden“, erklärt Christoph Kannengießer, Hauptgeschäftsführer des Afrika-Vereins. „Ohne flexible und zügige Prozesse verliert der Standort Deutschland weiter an Attraktivität. Und deutsche Unternehmen erleiden auf den Zukunftsmärkten Afrikas erhebliche Wettbewerbsnachteile.“
Der Afrika-Verein wird die Ergebnisse der Umfrage in die laufenden Gespräche mit der Bundesregierung einbringen und setzt sich weiterhin für verlässliche Rahmenbedingungen, schnellere Verfahren und bessere Mobilitätsinstrumente ein.







