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Uganda: 1,4 Millionen Menschen in Uganda erhalten durch die neue Initiative von EIB und ENGIE Zugang zu zuverlässiger und erschwinglicher Energie

Millionen von Menschen, Kleinbauern und Unternehmern in abgelegenen ugandischen Dörfern erhalten erstmals eine zuverlässige und preiswerte Stromversorgung. Möglich wird das durch eine Initiative für netzunabhängige Solaranlagen, die der Energieversorger ENGIE – über seine Solargesellschaft Fenix International – und die Europäische Investitionsbank, einer der weltweit größten Geldgeber für Erneuerbare Energien, gemeinsam auf den Weg gebracht haben.

EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle: „Der Zugang zu bezahlbarer und sauberer Energie ist wichtig, um die Armut zu beenden, Arbeitsplätze zu schaffen und die Chancen für Frauen und Mädchen zu verbessern. Die Europäische Investitionsbank freut sich, dass sie durch diese neue Partnerschaft mit ENGIE neuerlich am Ausbau der netzunabhängigen Solarstromversorgung in Ostafrika mitwirken kann.  Mehr als eine Million Menschen in ganz Uganda erhält zum ersten Mal Strom – das schafft Kommunikationsmöglichkeiten, spendet Licht und erleichtert das Kochen. Auch der Verbrauch von Kerosin, Holzkohle und Kerzen sinkt. Familien sparen somit Geld, die Umweltverschmutzung geht zurück, und das Unfallrisiko sinkt. Durch netzunabhängige Anlagen wird eine nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung möglich – der Schlüssel für die Zukunft Afrikas. Die EIB freut sich, an diesem Projekt in Uganda mitzuwirken.“

Yoven Mooroven, CEO von ENGIE Africa: „Wir von ENGIE sind uns über das enorme Potenzial der netzunabhängigen Stromversorgung in Afrika im Klaren. Versorgungslücken lassen sich damit rascher und kostengünstiger beseitigen. Jeden Tag erhalten Familien durch die netzunabhängige Solartechnologie von ENGIE Africa erstmals Zugang zu Strom. Durch unsere neue Partnerschaft mit der Europäischen Investitionsbank in Uganda kann Fenix extrem günstige PAYGO-Systeme für Millionen von Menschen in ugandischen Dörfern bereitstellen. So erhalten sie sauberen Solarstrom ohne allzu große finanzielle Belastung. Die Energieversorgung in Afrika ist eine gewaltige Aufgabe, aber ich bin fest davon überzeugt, dass schon bald alle Zugang zu Energie haben werden. Dafür brauchen wir intelligente Investitionen – in die nationalen Netze, in solare Inselanlagen und in Mini-Stromnetze. Mit unserer netzunabhängigen Plattform schaffen wir die kommerziellen Voraussetzungen für eine rasche Bereitstellung zahlreicher dezentraler Lösungen, und das mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell.  Momentan versorgt ENGIE mehr als 4,5 Millionen Menschen in neun Ländern mit dezentraler Elektrizität durch sogenannte Solar-Home-Systeme von Fenix und ENGIE Mobisol sowie durch Mininetze von ENGIE PowerCorner.“

Die Europäische Investitionsbank vergibt ein Darlehen von 12,5 Millionen US-Dollar, damit Fenix International, eine Tochtergesellschaft von ENGIE, 240 000 hochwertige Solar-Home-Systeme in Uganda installieren kann.

Letzte Meile überwinden, um abgelegene Dörfer in Uganda mit Strom zu versorgen

In entlegenen ländlichen Gebieten Ugandas hat nur jeder Fünfte Zugang zu zuverlässiger Stromversorgung. Die neue Initiative ermöglicht den verstärkten Einsatz netzunabhängiger Solartechnologie. Dadurch eröffnen sich auch Familien und Unternehmen, die nicht an das nationale Stromnetz angeschlossen werden können, neue Chancen: in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht und für Gesundheit und Bildung.
Die Kunden können die Service-Stellen von Fenix International in 30 Sprachen nutzen.

Wachstum des privaten Sektors und nachhaltige Entwicklung in Uganda fördern

Durch die neue Vereinbarung zwischen Fenix und der Europäischen Investitionsbank erhalten Haushalte, Unternehmen und Kleinbauern in Uganda Zugang zu Strom für Mobiltelefone, Solarbeleuchtung, Kühlschränke, Radio und Fernsehen. So können die Landwirte ihre Produkte besser verkaufen, Händlern erschließen sich neue Märkte, und die Gesundheit verbessert sich.
Durch zuverlässige und erschwingliche Energie eröffnen sich neue Chancen für Frauen und Mädchen, und die Innenraumverschmutzung durch den derzeitigen Kerosinverbrauch sinkt.

Attilio Pacifici, Botschafter der Europäischen Union in Uganda: „Die Europäische Union will die nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Uganda unterstützen. Die neue Zusammenarbeit der Europäischen Investitionsbank und Fenix International, einer Tochtergesellschaft des führenden europäischen Energieunternehmens ENGIE, zeigt, was Europa gemeinsam mit ugandischen Partnern bewirken kann, um die Entwicklungsvision des Landes voranzubringen. Sie ist ein gutes Beispiel für den Grünen Deal der Europäischen Union für Afrika: Innovative netzunabhängige Solartechnologie bringt Strom in ländliche Gebiete und eröffnet Millionen von Menschen in Uganda neue Chancen.“

Finanzielle Chancen schaffen und Währungsbarrieren überwinden

Viele Familien können sich die Anschaffungskosten von Solar-Home-Systemen nicht leisten. PAYGO-Modelle lassen ihnen dafür mit Rückzahlungsbeträgen von weniger als 20 US-Cent pro Tag einige Jahre Zeit. Die Finanzierung der Europäischen Investitionsbank ermöglicht es auch, die in US-Dollar gekauften Anlagen in Uganda-Schilling zurückzuzahlen. Für diejenigen ohne Zugang zu Devisen war es bis dahin wegen der Währungsschwankungen sehr schwer, auf solche Lösungen zurückzugreifen.
Daniel Willette, Managing Director Uganda (Fenix): „Über das PAYGO-Modell kann unser ugandisches Team Hunderttausende neuer Solar-Home-Systeme bereitstellen. Das wird vielen Dörfern im ganzen Land neue Möglichkeiten eröffnen. Wir sind stolz darauf, dass unser Projekt das jüngste nationale Off-Grid-Projekt ist, an dem sich die Europäische Investitionsbank beteiligt. Und wir werden weitermachen – so lange, bis ganz Uganda Licht in den Häusern hat.“
Auch die Vorteile des Mobile Banking werden dazu beitragen, dass die Kosten für die Kunden niedrig sind und die Rückzahlung einfach ist. Durch neue über Mobile Banking angebotene Produkte können die Kunden dann bei Bedarf die bestehende Ausrüstung erweitern.

Erfolgsbilanz der EIB im Bereich erneuerbarer Energien in Uganda und in Afrika

In den vergangenen zehn Jahren hat die Europäische Investitionsbank mehr als 5,4 Milliarden Euro für saubere Energie in Afrika bereitgestellt.
Zuletzt hat sie sich federführend an der Finanzierung des Wasserkraftwerks Bujagali in Uganda, des Windparks am Turkana-See, des Erdwärmekraftwerks Olkaria und der Solarprojekte Radiant und Eldosol beteiligt. Auch die „letzte Meile“ der Stromanschlüsse in Kenia hat sie mitfinanziert. Die EIB unterstützt außerdem Studien zur Nutzung der Wasserkraft in Burundi und in der Region der Großen Seen.

ENGIE ist der weltweit größte unabhängige Stromerzeuger und einer der wichtigsten Akteure im Bereich Erdgas und Energiedienstleistungen. Die Gruppe verfügt über mehr als 50 Jahre Erfahrung auf dem afrikanischen Kontinent und implementiert integrierte Lösungen entlang der gesamten Energiewertschöpfungskette – von der zentralisierten Stromerzeugung bis hin zu netzunabhängigen Lösungen (solare Inselanlagen für Wohnhäuser, Mininetze) und Energiediensten. ENGIE Afrika beschäftigt fast 4 000 Personen. Seine derzeit in Betrieb oder in Bau befindliche Stromerzeugungsleistung beträgt 3,15 Gigawatt.  Das Unternehmen ist führend auf dem Markt für dezentrale Energie und versorgt mehr als 4,5 Millionen Menschen mit sauberer Energie durch solare Inselanlagen und lokale Mikronetze.

Quelle: EIB