Landwirtschaft: Winziger Parasit verdirbt Westafrikas Baumwollernteaussichten
Ein winziger grüner Parasit in Form einer Heuschrecke hat Baumwollpflanzen in ganz Westafrika befallen und die Produktionsprognosen für die Saison 2022/23 gesenkt, so Branchenvertreter.
Die als Jassiden bekannten Insekten siedeln sich unter Baumwollblättern an und ernähren sich von Pflanzengewebe, wobei sie ein Gift injizieren, das bewirkt, dass sich die Blätter nach unten biegen und die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigt wird.
Normalerweise vermehren sie sich bei trockenem Wetter, doch in diesem Jahr haben sie sich trotz überdurchschnittlicher Niederschläge in vielen Teilen Westafrikas, wo der größte Teil der Baumwolle des Kontinents angebaut wird, mit einer noch nie dagewesenen Intensität ausgebreitet.
Wie das senegalesische Textilunternehmen SODEFITEX in einem kürzlich veröffentlichten Bericht berichtet, wurden zwei neue Arten entdeckt, die offenbar invasiver und resistent gegen Pestizide sind.
Infolgedessen rechnen die Baumwollerzeuger im Senegal nur noch mit einem Ertrag von 500 Kilogramm pro Hektar gegenüber den zu Beginn der Saison geschätzten 1,3 Tonnen, so der nationale Verband der Baumwollerzeuger (FNPC). (Reuters)







